Kleingartenanlage
Am Ahrensfelder Berg e.V.
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Gartenjahrauftakt 2018
Lehrvorführung zum Obstbaumschnitt und Rumtopfverkostung
von Herbert Mayer

Der offizielle und zentrale Gartenjahrauftakt in der Kleingartenanlage am Ahrensfelder Berg ist am 14. Und 15. April. Dann wird am Gründungsstein die Fahne hochgezogen und ein großer Arbeitseinsatz durchgeführt. Die über 1000 Kleingärtnerinnen und Kleingärtner aus den 550 Parzellen werden sich diesmal besonders engagiert ins Zeug legen, begeht doch die Anlage in diesem Jahr ihren 30-jährigen Gründungstag. Da will man sich besonders herausputzen. Die Jubiläumsfeierlichkeiten haben ihren Höhepunkt mit einem dreitägigen Gartenfest auf dem Festplatz an der Eichner Chaussee, das am 29. Juni bis zum 1. Juli veranstaltet wird. An der Vorbereitung arbeitet das Festkomitee mit Hochdruck.



Neben dem offiziellen Gartenjahrauftakt gab es da und dort in der schmucken Kleingartenanlage, die sich am Ostrand vom Berlin von der Landsberger Allee in Richtung Eichner Chaussee bis hin ins schöne Barnimer Dorf Eiche erstreckt, bereits einige Vereinsaktivitäten. So hat Waldemar Till, ein im Gartenverein vielseitig engagierter Kleingärtner, auf seiner Parzelle 426 zu einer Lehrvorführung zum Obstbaumschnitt eingeladen. Waldemar, ein gelernter Agronom aus dem Kaukasus stammend und seit 22 Jahren in Deutschland lebend, hat seine Parzelle zu einen „Mustergarten“ gestaltet.



Die Parzelle besticht durch die Vielfalt an gepflegten Kulturen. Fast jeder Obstbaum ist 3-5-mal veredelt, trägt verschiedene Früchte. „Das vielfältige gärtnerische Handwerkswissen, die besondere Freude am Obstbaumschnitt und das Veredeln, wurde mir schon in die Wiege gelegt.“ sagt Waldemar schmunzend. Die Außenflächen der Parzelle sind mit Beerensträuchern bepflanzt, konzipiert als „Naschhecke“ für vorbeikommende Kleingärtner und Besucher. „Wird mit Freude voll angenommen.“ sagt Waldemar Till. Viermal wurde der Garten schon durch den Bezirksverband Berlin-Marzahn der Gartenfreunde e.V. ausgezeichnet. Ein idealer Ort also für eine Lehrvorführung. Es war ein Sonnabend, Ende Februar, ein trockener Tag mit strahlend blauem Himmel als sich einige Kleingärtnerinnen und Kleingärtner, warm eingepackt, immerhin waren es Minus 5 Grad Celsius, auf der Parzelle 426 einfanden. Eines verbindet sie alle-sich leingärtnerisches Wissen über den Klassiker Obstbaumschnitt anzueignen beziehungsweise zu vertiefen. So waren in der Runde daher nicht nur Anfänger sondern auch Fortgeschrittene, alte Hasen, wie der Gartenfreund Heinrich Schwedesky, seit 30 Jahren Pächter einer Parzelle und Gründungsmitglied der Kleingartenanlage „Am Ahrensfelder Berg“. Beim Schnittkurs vor Ort ging es ohne große Vorrede gleich zur Sache. Während der Fachmann Till die Gartenschere ansetzte, vermittelte er viele praktische Tipps.



Ein erster und wichtiger Lehrgrundsatz ist: Für qualifizierte Schnittmaßnahmen braucht man das richtige Werkzeug, möglichst von hochwertiger Qualität (Gartenschere, Säge, Kopulierhippe). Die Werkzeuge sollten scharf, sauber und frei von Rost sein. Beim Obstbaumschnitt, so erfuhren die Teilnehmer, unterscheidet man Pflanzschnitt, Erziehungsschnitt, Erhaltungsschnitt und Verjüngungsschnitt. Ein zweiter und wichtiger Lehrgrundsatz ist: Obstbäume schneidet man, damit sie gesund bleiben und möglichst jedes Jahr schöne Erträge bescheren. Einen besonderen Platz in der praktischen Lehrvorführung nahmen die Weinreben ein. Ihr Anbau erfolgt nur in wenigen Gärten der Anlage. Da die Klettersträucher ein besonderes Wissen und Können zum Erziehen und Schneiden erfordert, gibt es für ihren Anbau noch Vorbehalte bei einer Reihe von Kleingärtnerinnen und Kleingärtner. Aber die Weinreben werden als Gartenpflanzen immer beliebter. So gibt es Tafelreben, die außerhalb der Weinbauregionen an warmen und geschützten Standorten im Kleingarten gute Erträge liefern. Wissen kann man sich auf der Parzelle 426 holen. Dafür ist Waldemar mit seinem „Mustergarten“, auch als ein Ort des Erfahrungsaustausches wie er sagt, immer bereit. Abschluss der Lehrveranstaltung bildete die Verkostung von Obst-und Beerenprodukten. Eine tolle Idee. Der I-Punkt auf den Tag. Waldemar hatte Erdbeeren, Holunderbeeren, Weinbeeren (Isabella)und Kornelkirschen aus seinen Garten zu Marmelade, Saft, Most und für Rumtöpfe verarbeitet.



In gemütlicher Runde wurde probiert und gewertet. Gartenfreund Michael Pfalz brachte es auf den Punkt: „Lecker! Lecker!“



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